Wie gut sind wir auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereitet? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Gemeinde Raab, die FF Raab, die FF Steinbruck-Bründl und der Bauhof Raab bei einer groß angelegten Stromausfallübung. Als Ausgangslage wurde ein bereits seit rund 24 Stunden andauernder Stromausfall im gesamten Gemeindegebiet angenommen.

Stabsarbeit und Einsatzkoordination

Bereits um 8:00 Uhr startete die Stabsarbeit im Schulungsraum der FF Steinbruck-Bründl. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Agnes Reiter und Amtsleiterin Anja Wöcker wurden die organisatorischen Herausforderungen eines längeren Stromausfalls behandelt. Dabei standen insbesondere der Aufbau des Krisenstabes, die Lagebeurteilung und die Koordination der notwendigen Maßnahmen im Mittelpunkt.WhatsApp Image 2026 10 31 at 10.18.52

Um 8:45 Uhr begannen die Einsatzmannschaften von Feuerwehr und Bauhof mit der praktischen Abarbeitung der vorbereiteten Szenarien. Die Einsatzleitung der Feuerwehr war in der Florianstation Steinbruck-Bründl eingerichtet. Die Mannschaften wurden vom Feuerwehrhaus Raab aus koordiniert. Die Florianstation Raab diente als zentrale Anlaufstelle für Meldungen aus der Bevölkerung sowie für die Alarmierung und Kommunikation mit den Einsatzkräften.

Zahlreiche Szenarien im Gemeindegebiet

Im Laufe der Übung galt es, verschiedenste Einsatzlagen zu bewältigen, die bei einem länger andauernden Stromausfall auftreten können. Dazu gehörten unter anderem eine im Lift eingeschlossene Person, ein Brandmeldealarm, ein umgestürzter Baum auf einer Straße und die Kontrolle der Pumpwerke der Abwasserentsorgung. Auch ein leerer Hochbehälter und die damit verbundene Sicherstellung der Wasserversorgung waren Teil der Übung.

WhatsApp Image 2026 10 31 at 10.36.56

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Notstromversorgung öffentlicher Einrichtungen. Für die Mittel- und Volksschule wurde eine Notstromversorgung vorbereitet, da dort rund 30 Personen auf Zuflucht warteten. Ebenso wurde die Notstromversorgung der Tankstelle geübt, um die Treibstoffversorgung für Einsatzorganisationen und weitere wichtige Einrichtungen sicherzustellen.

WhatsApp Image 2026 10 31 at 09.47.39

Auch die Information der Bevölkerung wurde berücksichtigt: Vor dem Gemeindeamt warteten 20 Personen auf Auskünfte zur aktuellen Situation. Zusätzlich wurden eine angespannte Situation auf der Tankstelle sowie die Erstellung einer Lagemeldung an die Bezirkshauptmannschaft Schärding simuliert.

Ein besonders ernstes Szenario war eine leblose Person in einer Garage, bei der eine Kohlenmonoxidvergiftung angenommen wurde. Neben der Bewältigung der einzelnen Einsatzlagen musste selbstverständlich auch die Verpflegung der eingesetzten Mannschaften organisiert werden.

WhatsApp Image 2026 10 31 at 12.10.37

Wichtige Erkenntnisse für die Zukunft

Um 11:15 Uhr wurde die Wiederkehr der Stromversorgung angenommen. Nach einer ersten Nachbesprechung des Stabes um 11:30 Uhr trafen sich die Einsatzmannschaften um 12:00 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen und zur abschließenden Übungsnachbesprechung.

Dabei konnten wichtige Erkenntnisse für die weitere Krisenvorsorge gewonnen werden. Besonders bei der Notstromversorgung zeigte sich, dass unterschiedliche Steckerformen und Anschlussmöglichkeiten eine Herausforderung darstellen können. Passende Einspeisekabel und geeignete Anschlüsse sind daher wichtige Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb.

Auch die Kommunikation erwies sich als wesentlicher Faktor. Informationen müssen einfach und verständlich weitergegeben werden. Gleichzeitig sind genaue Rückmeldungen der Einsatzmannschaften wichtig, damit die Einsatzleitung jederzeit einen Überblick über die aktuelle Lage und den Stand der Maßnahmen hat.

Gemeinsam besser vorbereitet

Die Übung machte deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen bei einem länger andauernden Stromausfall sein können. Neben der eigentlichen Stromversorgung müssen unter anderem Trinkwasser, Abwasserentsorgung, Treibstoffversorgung, öffentliche Einrichtungen und die Information der Bevölkerung sichergestellt werden.

Durch die gemeinsame Übung konnten die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Feuerwehren und Bauhof intensiviert, bestehende Abläufe überprüft und wichtige Verbesserungsmöglichkeiten erkannt werden.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die Vorbereitung, die Teilnahme und die gute Zusammenarbeit. Die gewonnenen Erfahrungen sind ein wichtiger Beitrag, um für einen möglichen Ernstfall in Raab bestmöglich vorbereitet zu sein.

powered by social2s
Zugriffe: 91

Wir danken den Hauptsponsoren unseres Kellerfests 2026 für die finanzielle Unterstützung:
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.