Am vergangenen Freitag, den 13. März 2026, herrschte im Feuerwehrdepot Raab geschäftiges Treiben. Doch von Unglückstag war keine Spur, ganz im Gegenteil.
Die Feuerwehrjugend trat zur jährlichen Erprobung an und bewies eindrucksvoll ihren hohen Ausbildungsstand.
Am 09. März 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Raab um 17:32 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Raaber Landstraße im Ortsbereich Bründl alarmiert. Aus bislang ungeklärter Ursache kam ein PKW in Fahrtrichtung Raab von der Fahrbahn ab und kam im angrenzenden Bachbett zum Stillstand.
Weiterlesen: Verkehrsunfall mit Fahrzeugbergung aus Bachbett
13 Feuerwehrmänner nahmen an der Monatsübung der FF Raab im März 2026 teil. Thema der Übung war Seilwinde, Flaschenzug und das Bergen von Fahrzeugen.
Nach einer gemeinsamen kurzen Wiederholung mechanischer Grundlagen wurden zwei Gruppen gebildet, die eine bevorzugt aus LFB-Fahrern und Maschinisten, die zweite Gruppe aus verbleibender Mannschaft.
Während sich die Maschinisten wieder einmal mit der Bedienung der LFB Seilwinde vertraut machten, übte Gruppe 2 den Aufbau des Geräteablagepunkts.
Anschließend wurde gemeinsam die Kräfteberechung für zu bergende Fahrzeuge, das praktische Anbringen von Anschlagmitteln und der Einbau von losen und festen Umlenkrollen in Seilzügen geübt.
Am 16. Februar 2026 um 11:36 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Raab von der Landeswarnzentrale zu einer Personenrettung nach einem Verkehrsunfall mit PKW auf die Gautzhamer Straße nahe der Kreuzung Richtung Altschwendt alarmiert.
Bereits kurz nach der Alarmierung rückte das erste Fahrzeug (LFB) mit der Mannschaft zum Einsatzort aus und traf um 11:44 Uhr nahezu zeitgleich mit dem Rettungshubschrauber ein. Das Rote Kreuz sowie der Notarzt waren bereits vor Ort.
Am Unfallort fanden die Einsatzkräfte zwei beteiligte PKW vor:
* In einem Range Rover befanden sich zwei ansprechbare Personen, die vom Roten Kreuz versorgt wurden.
* In einem zweiten Fahrzeug war eine weitere Person verunfallt und konnte durch die Mannschaft der FF Raab befreit werden.
Die schlechten Fahrverhältnisse aufgrund des nächtlichen Schneefalls dürften den Unfall mitverursacht haben.
Um 11:48 Uhr traf das TLF Raab ein. Der Einsatz wurde vom Einsatzleiter an OBI Gaiswinkler übergeben. Auch die Feuerwehren Zell an der Pram sowie Steinbruck-Bründl waren zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort.
Nachdem alle Verletzten durch die Rettung versorgt worden waren, wurden die Abschleppdienste verständigt. Kurz darauf traf die Polizei am Unfallort ein und leitete die Unfallaufnahme ein.
Die am schwersten verletzte Person wurde um 12:32 Uhr durch den Rettungshubschrauber RK vom Unfallbereich abtransportiert. Während die Bergung eines der beiden Fahrzeuge mithilfe der Seilwinde des LFB aufgrund der Schneelage relativ rasch möglich war, gestaltete sich das Aufladen der stark beschädigten Fahrzeuge auf die Abschleppwägen als schwierig und zeitaufwendig. Ein Stapler wurde zur Unterstützung hinzugezogen. Beim Abtransport trat etwas Flüssigkeit – vermutlich Motoröl – aus, welches mit Ölbindemittel gebunden werden konnte. Anschließend wurde die Straße gereinigt.


Nach Abfahrt des Roten Kreuzes wurde die Straßenmeisterei Raab zur Freigabe der Straße hinzugezogen. Gegen 13:21 Uhr konnte die Straßensperre aufgehoben werden.
Die letzten Kräfte rückten um 13:25 Uhr ins Feuerwehrhaus ein. Die Einsatzbereitschaft konnte um 13:36 Uhr wiederhergestellt werden.
Im Einsatz waren: 16 Feuerwehrleute der FF Raab mit LFB, TLF, KDOF, sowie die Feuerwehren Steinbruck Bründl und Zell an der Pram
Die Feuerwehr Raab absolvierte eine Monatsübung im Stationsbetrieb, an der 20 Mitglieder teilnahmen. Ziel war es, technische Fähigkeiten zu vertiefen und die Abläufe in der Einsatzleitung zu verbessern.




